Die Gemeine Hasel (Corylus avellana), auch Hasel- oder Haselnussstrauch genannt, gehört zur Familie der Birkengewächse. Der sommergrüne, mehrstämmige Strauch wird etwa fünf Meter hoch und bis zu 100 Jahre alt. Haselsträucher haben die letzte Eiszeit überstanden, waren in der mittleren Steinzeit sogar das in Europa dominierende Gehölz und wachsen heute in lichten Wäldern, an Waldrändern und Feldhecken. Aus den feinen Zweigen wurden und werden Wünschelruten geschnitten, mit denen Wasseradern sowie Erdstrahlen aufgespürt werden können.
Die Hasel blüht im Februar/März vor dem Austrieb der Blätter und ist dann ein wichtiger Pollenlieferant für Honigbienen. Die Früchte werden im September/Oktober geerntet. Als sehr altes Nahrungsmittel dürfte die Hasel schon bei Steinzeitkulturen einen hohen Stellenwert besessen haben. Zumindest aus germanischer Zeit ist überliefert, dass die „Frau Haselin“ nicht gefällt werden durfte. Fremde durften nicht mehr als eine Handvoll Nüsse pflücken …